Vorsicht Kopfbälle: Jährliche Hirntests für Bundesliga-Profis

Offensichtlich kann der Profifußball die Gefahren für das Gehirn nicht mehr negieren. Der DSLV Saar hat im Infoheft 1/2016 Angst vor Kopfverletzungen „Lasst Kinder nicht Football spielen“ und im Heft 2/2016 unter dem Titel „Gehirnerschütterungen – eine unterschätzte Gefahr im Sport“ bereits darüber berichtet. Sehenswert auch der Film „erschütternde Wahrheit“ über das Verhalten der amerikanischen Football-Liag. .

Die Deutsche Fußball Liga (https://www.dfl.de/de/aktuelles/baseline-screening-in-bundesliga-und-2-bundesliga-ab-saison-2019-20-verpflichtend/ ) gab jetzt bekannt, dass es eine verpflichtende Überprüfung geben soll, bei der verschiedene Teilbereiche der Hirnfunktion untersucht werden, unter anderem Eigenschaften wie Balance und Merkfähigkeit. Auf Basis der Ergebnisse soll für jeden Spieler ein „Normalzustand“ definiert werden. Bei akuten Kopfverletzungen eines Athleten könne der Mannschaftsarzt durch Messung der Abweichungen zu einer genaueren Diagnose gelangen. Die Sportler sollen erst dann wieder zum Einsatz kommen, wenn die Testergebnisse wieder der sogenannten Baseline entsprechen. Die Schiedsrichter seien informiert, dass die Partie für eine solche Behandlung bis zu drei Minuten unterbrochen werden könne.

Nicht nur Zusammenstöße mit Mitspielern, sondern auch von Kopfbällen geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus. Der Deutschlandfunk (https://www.deutschlandfunk.de/fussball-die-unterschaetzte-gefahr-der-kopfbaelle.1346.de.html?dram:article_id=416258) berichtet, dass in den USA auch beim Soccer ein Umdenken stattgefunden hat. Vor vier Jahren führte US Soccer als weltweit erster Fußballverband ein Kopfballverbot für Kinder unter elf Jahren ein. Wird dennoch geköpft, gibt es Freistoß für den Gegner an der Stelle des Regelverstoßes. Bei den Elf- bis 13-Jährigen ist die Anzahl der Kopfbälle im Training limitiert. Ob Kopfbälle für Über-14-Jährige ungefährlich sind, wird dabei von Fachleuten negiert.