DSLV Saar

Argumente pro Sportunterricht

Laufsport verändert das Gehirn

Ausdauertraining führt zu stärkerer Vernetzung

Das Gehirn von Ausdauerläufern sieht anders aus als das von Stubenhockern. Denn bei ihnen sind unterschiedliche Hirnregionen viel stärker miteinander vernetzt. Zwar muss noch geklärt werden, ob sich das auch auf ihre kognitiven Fähigkeiten auswirkt. Trotzdem könnte Laufen in jungen Jahren womöglich späteren Alterungsprozessen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer vorbeugen, glauben die Wissenschaftler in der wissenschaftlichen Zeitschrift Frontiers in Human Neuroscience.

Scinexx


Laufen als Heilmittel fürs Gehirn?

Joggen und andere sportliche Bewegung tragen dazu bei, unsere Gesundheit zu erhalten. Das ist bekannt. Doch wie sich jetzt zeigt, könnte regelmäßiges Laufen sogar dabei helfen, schon vorhandene Schäden an Gehirn und Nerven zu beheben. Mäuse mit schwerwiegenden Defekten am Kleinhirn lebten durch regelmäßig Laufen länger und ihr Gehirn regenerierte sich. Vermutlich ist dafür die Ausschüttung eines speziellen Wachstumsfaktors beim Joggen verantwortlich, so in der Zeitschrift Cell Reports.

Deutschlandfunk


Sport hilft bei ADHS

Strampeln statt Medikamente: Schon ein kurzes Sporttraining kann ADHS-Patienten helfen, sich besser zu fühlen und Aufgaben motivierter anzugehen. Das belegt eine Pilotstudie von US-Forschern, die junge Männer mit ADHS für 20 Minuten aufs Trimmrad setzen, bevor sie Aufmerksamkeitstests absolvierten. Schon dieses kurze Training zeigte positive Effekte, die sich nach Ansicht der Forscher noch steigern lassen könnten, wenn längere und andere Sportarten mit einbezogen werden.

Originalquelle: Medicine & Science in Sports & Exercise, 2016 doi: 10.1249/MSS.0000000000000864;

Bild der Wissenschaft


Das Sportinterview - Prof. Burkhard Weisser - Deutscher Sportlehrerverband auf YouTube

Der DSLV geht in de Offensive. Prof. Burkhard Weisser, Sportmediziner von der Uni Kiel, geht in einem sehr ausführlichen Interview auf die Gefahren des Bewegungsmangels einerseits und die vielfältigen Vorteile eines regelmäßigen Sportunterrichts ein.

Hier das Interview auf YouTube


Lauftraining verbessert die Neubildung von Nervenzellen bei Mäusen

Gehirnjogging im wörtlichen Sinn: Trainieren Mäuse im Laufrad, so verbessert sich ihr Gedächtnis. Das zeigt sich sowohl in ihren kognitiven Leistungen als auch im Gehirn selbst: Im für das Gedächtnis wichtigen Hippocampus bilden sich doppelt so viele neue Nervenzellen wie ohne Jogging.
Quelle: Brain Plasticity, 2015; doi: 10.3233/BPL-150010

Scinexx


1. Essener Kinder- und Jugendsportkongress

Keine Freizeitaktivität, so die zentrale Erkenntnis des 3. Kinder- und Jugendsportberichts, bindet so viele junge Menschen an sich wie der Sport. Dennoch ist der Umbruch nicht zu übersehen: Schülerinnen und Schüler verbringen immer mehr Zeit ganztägig in den Institutionen. Kommerzielle Sportanbieter und Trendsportarten etablieren sich und bieten flächendeckende Angebote an. Zudem prägen soziale Ungleichheiten die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen, besonders im Ruhrgebiet. Umso wichtiger wird es sein, das Verhältnis von Schule und Verein neu zu justieren. Dabei kann auch der Blick in andere Länder (z. B. Norwegen, Kinderrechte des Sports) den Blick für hiesige Probleme schärfen.

Der Kongress findet am Freitag, den 26.02.2016 von 9:00 bis 18:00 Uhr statt.

Kongresshomepage


Aktive Kinder lernen besser!

Der Gesundheitsnutzen von Bewegung bei Kindern ist unbestritten, aber viele Kinder sind nicht körperlich aktiv genug. In England z. B. erfüllen ca. zwei von zehn Kindern im Alter zwischen fünf und 15 Jahren die dortigen Empfehlungen für körperliche Aktivität nicht (die Empfehlung wäre jeden Tag mindestens eine Stunde moderate bis intensive körperliche Aktivität.

Aktive Kinder lernen besser!


Mehr und mehr Kinder sind übergewichtig und haben schlechte motorische Fähigkeiten

"Es gibt immer mehr Kinder, die übergewichtig sind und diese haben auch schlechtere motorische Fähigkeiten als normalgewichtige Kinder, so ein Artikel im Ärzteblatt. Prof. Christine Graf empfiehlt im Beitrag für Kinder ein Pensum von täglich 90 Minuten körperlicher Aktivität. 30 der 90 Minuten sollten zudem intensiv sein. Erst kürzlich hatte eine internationale Studie in 12 Ländern, festgestellt, dass moderate bis intensive körperliche Aktivität mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit an Adipositas einhergeht.

Ärzteblatt


Krupp-Stiftung präsentiert Ergebnisse des "Dritten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts"

Essen, 14. August 2015: Bewegung, Sport und Spiel sind essenziell für Kinder und Jugendliche. Mehr als 90 Prozent von ihnen nennen Sport sogar als liebstes Schulfach. Wie sehr der Sport für Kinder und Jugendliche jedoch im Wandel begriffen ist, zeigt der "Dritte Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht" mit seinem Schwerpunktthema "Kinder- und Jugendsport im Umbruch", der von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung initiiert und in Villa Hügel der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. In 25 Kapiteln untersuchen darin Sportwissenschaftler, Pädagogen, Sportmediziner und Sportsoziologen die Ursachen und Auswirkungen der aktuell zu beobachteten Umbruchsituation im Kinder- und Jugendsport und geben Handlungsempfehlungen für Politik, Verbände, Vereine und Schulen.

Presseinformationen


Kinderarmut führt zu Koordinationsschwächen

Das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) an der Universität Bochum und die Stadt Mülheim an der Ruhr haben im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die Daten von knapp 5.000 Schuleingangsuntersuchungen aus den Jahren 2010 bis 2013 ausgewertet. Während 43,2 Prozent der armutsgefährdeten Kinder mangelhaft Deutsch sprechen, wurde dies nur 14,3 Prozent der nicht-armutsgefährdeten Kinder attestiert. Probleme in der Körperkoordination haben 24,5 Prozent der Kinder aus SGB-II-Familien (Übrige: 14,6). Ähnliches gilt für die Visuomotorik, der Koordination von Auge und Hand (25 zu 11 Prozent).

Mehr hierzu: Bertelsmann Stiftung


15 % der Grundschüler können nicht schwimmen

Rund 15 Prozent der sieben- bis zehnjährigen Kinder in Deutschland können nach Angaben ihrer Eltern nicht schwimmen. Das belegen Daten aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 1). Die Nichtschwimmerquote in dieser Altersgruppe ist bei Jungen deutlich höher als bei Mädchen (18,5 % bzw. 11,1 %). Kinder aus sozial benachteiligten Familien lernen zudem deutlich seltener und später schwimmen als Kinder aus sozial besser gestellten Familien.

Mehr dazu: Fakten zur Schwimmfähigkeit


Deutschland ein Land von Sitzenbleibern

Die aktuelle Ausgabe des Berichtes "Wie gesund lebt Deutschland?" der Deutschen Krankenversicherung (DKV) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule liefert ein detailliertes Bild über das Gesundheitsverhalten der Deutschen: Ein Volk der Sitzenbleiben. Einen Schwerpunkt der Studie bildet die Analyse des Verhaltens von Kindern.

Mehr dazu: Wie-gesund-lebt-Deutschland


Jean-Jacques Rousseau hatte recht

"Vor allem wegen der Seele ist es nötig, den Körper zu üben, und gerade das ist es, was unsere Klugschwätzer nicht einsehen wollen" hat Jean-Jacques Rousseau (* 28. Juni 1712) in seinem berühmten Erziehungsroman Emilie gesagt. Dass an dieser, auch schon von vielen Reformpädagogen in die Praxis umgesetzten Weisheit, tatsächlich etwas dran ist, zeigt sehr eindrucksvoll die moderne Gehirnforschung. Vor kurzen wurden in Stockholm die Nobel-Preise verliehen.
Wie diesen beiden Aspekte zusammenhängen hat der Neurophysiologe Peter Thier in einem lesenswerten Beitrag in der FAZ gezeigt.

Mehr dazu: Artikel der FAZ


Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und akademischen Leistungen bei Jugendlichen

Ein weiterer Artikel belegt die Richtigkeit der Aussage von Rousseau. Es zeigten sich signifikante Zusammenhänge zwischen der Zeit, die Jugendliche mit moderatem körperlichen Training zubrachten, mit ihren Leistungen in Englisch und Mathematik.

Mehr dazu: Originalartikel


Untersuchung: Ein gesunder Geist steckt in einem gesunden Körper

Nach einem Bericht von Christine Westerhaus vom Deutschlandfunk sind 18-Jährige, die körperlich fit sind, ist später weniger gefährdet, frühzeitig an Demenz zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen schwedische Forscher, die die Musterungsdaten von mehr als einer Million Männer ausgewertet haben, die schon Ende der 60er Jahre zum Militärdienst einberufen wurden.

Mehr dazu: Bericht des Deutschlandfunks


Aufruf zu weniger Sitzen und mehr Bewegung

Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) ist ein offenes Bündnis mit über 100 Mitgliedern aus öffentlicher Hand, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft. Sie alle setzen sich bei peb aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.

Mehr dazu: Aufruf zu mehr Bewegung


Kinder haben heute weniger Ausdauer als ihre Eltern früher

Australische Wissenschaftler haben 50 Studien analysiert, bei denen die Lauffitness von Kindern untersucht wurde. Durch die Studien wurden insgesamt mehr als 25 Millionen Kinder und Jugendliche aus 28 Ländern über einen Zeitraum von fast fünf Jahrzehnten erfaßt. Die dabei gelaufenen Zeiten über lange Strecken dienten den Wissenschaftlern als Grundlage für eine Analyse der Herzkreislauf Funktion. Diese zeigte, so die Forscher, dass die Ausdauer in den vergangenen Jahrzehnten deutlich abgenommen habe. Quer durch die Nationen verloren die Menschen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt fünf Prozent ihrer Ausdauer. Die Forscher vermuten, dass sich dieses Phänomen dadurch erklären lässt, dass die Kinder - dicker werden.

Abstract des Beitrages

Rhythmusgefühl gut für Sprachentwicklung

Wenn sich Menschen rhythmisch im Takt zu Musik bewegen, erfordert das eine Zusammenarbeit von Hirnbereichen, die für das Hören und die Bewegungssteuerung zuständig sind. Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass es auch einen Zusammenhang zwischen der Fähigkeit einen Takt zu halten und Hirnreaktionen auf Klänge mit sprachlichem Charakter gibt. Neben der Musikerziehung kommt somit der Bewegungserziehung eine elementare Bedeutung zu.

Mehr dazu: Bild der Wissenschaft