DSLV Saar

Zeittafeln

Geschichte des DSLV Saar

20.02.1957
Der Landesverband Saar im "Bund Deutscher Leibeserzieher" (BDL) wird im Rathaussaal von Saarbrücken gegründet.

14.-16.06.1962
Auf einer Tagung in Bad Dürckheim schließen sich der "Bund Deutscher Leibeserzieher" (BDL) und der "Verband Deutscher Leibeserzieher an Höheren Schulen" (VDL) zum Bundesverband Deutscher Leibeserzieher" (BVDL) zusammen.

17.06.1972
Der "Bundesverband Deutscher Leibeserzieher" (BDL) wird umbenannt in "Deutscher Sportlehrerverband" (DSLV).

31.01.1973
Auf der Jahreshauptversammlung erfolgt die Namensangleichung auch für den Saarländischen Landesverband in "Deutscher Sportlehrerverband (DSLV) - Landesverband Saar".

25.04.1985
Eine Satzungsänderung tritt in Kraft, die vor allem Textüberarbeitungen und eindeutigere und widerspruchsfreie Formulierungen in die neue Fassung einbringt.

12.05.1992
Die Jahreshauptversammlung beschließt eine veränderte Satzung, in der neue und zeitgemäße Strukturen und Arbeitsweisen verankert werden. Statt der auf Schultypen bezogenen und inzwischen unvollständig gewordenen Fachgruppenvertretungen werden problemorientierte Sektionen gebildet.

Im Jahr 1996 ...
... hat der DSLV SAAR zusammen mit der Saarbrücker Zeitung eine große Kampagne gegen die Abschaffung der dritten Sportstunde mitgetragen.

Seit 1997 ...
... arbeitet ein gemeinsamer "Schulsportausschuß" des DSLV SAAR und des LSVS im Sinne eines "Aktionsbündnisses für den Schulsport".


Die 1. Vorsitzenden bzw. Präsidenten des DSLV Saar

Ralph Johann Hoke: 1. Vorsitzender 1957 - 1961

Ralph Johann Hoke wurde am 17. Juni 1896 in Schönau/Nordböhmen geboren.

Nach seiner Turnlehrerausbildung an der Universität Wien wirkte er zwischen 1924 und 1926 als jugoslawischer Landestrainer für Leichtathletik, von 1926 bis 1928 als Verbandssportlehrer im Norddeutschen Sportverband und Olympiatrainer für die Olympischen Spiele 1928 und dann als Verbandssportlehrer im Westdeutschen Spielverband.

Nach Trainertätigkeiten an amerikanischen Hochschulen 1931 und als Sportleiter beim Berliner Sport Club (1931 - 1934) war er zwischen 1934 und 1936 Olympiasportlehrer für Springen, Werfen und Hürden. Bis 1939 war er als Abteilungsleiter für Leichtathletik an der Reichsakademie für Leibesübungen tätig. Während des Zweiten Weltkrieges gehörte er als Korvettenkapitän der Kriegsmarine an und war 1946/47 Athletic Coach der Bristih Troops over the Rhin. 1947 kehrte er als "Sportkonsulent" in seine österreichische Heimat an das Wiener Bundesministerium zurück, war bis 1952 Verbands- und Olympiatrainer des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes.

Am 1. März 1952 wurde er berufen als Universitätssportlehrer und Leiter des Studentensports der Universität des Saarlandes und von März 1955 bis 1961 Direktor der Staatlichen Sportschule in Saarbrücken. Gleichzeitig leitete er nebenamtlich das neu gegründete Institut für Leibeserziehung der Universität des Saarlandes. 1957 leitete er die "Einjährige Sportlehrerausbildung", die nur in diesem Jahr durchgeführt wurde. Von 1957 bis 1961 war Hoke Mitbegründer und 1. Vorsitzender des DSLV Saar.

Ralph Hoke veröffentlichte zahlreiche Fachbücher wie das "Handbuch der Leichtathletik", die "Grundlage und Methodik der Leichtathletik" oder "Hochsprung und Stabhochsprung" und "Hürdenlauf".

1957 wurde er als Mitbegründer des Leichtathletik-Verbandes (LV) Saar dessen erster Vorsitzender bis 1962. Danach wurde er Ehrenvorsitzender. 1965 wurde ihm das Carl-Diem-Schild und 1967 die Goldene Ehrennadel des Bundesvorstandes des Deutschen Sportlehrerverbandes verliehen. Neben weiteren Auszeichnungen war er Ehrenmitglied des Internationalen Leichtathletiklehrerverbandes.

Im Alter von 82 Jahren ist Ralph Johann Hoke am 13. Januar 1979 in Saarbrücken verstorben.


Alfons Kopper: 1. Vorsitzender 1962 - 1972, Präsident 1973 - 1982

Alfons Kopper wurde am 4. Oktober 1913 in Schiffweiler/Saar geboren.

Er begann seine erfolgreiche sportliche Laufbahn als Fußballspieler und Gerätturner in seinem Heimatverein Schiffweiler. In der Leichtathletik hatte er hervorragende Leistungen vorzuweisen. 1936 nahm er als Mitglied der deutschen Studentenmannschaft an den Olympischen Spielen in Berlin teil.

Ab 1925 besuchte er das Gymnasium in St. Wendel bis zum Abitur 1934. Er studierte Leibeserziehung, Geschichte und Deutsch an den Universitäten Heidelberg und Marburg, wo er 1937 die Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen ablegte.

1939 wurde er Referendar am humanistischen Gymnasium in St. Wendel. Nach Unterbrechung durch den Krieg unterrichtete er zunächst in St. Wendel und ab 1948 am Realgymnasium für Jungen in Homburg. Seine weitere berufliche Laufbahn vollzieht sich vom Studienrat (1949) - mit einer nebenamtlichen Tätigkeit als Universitätssportlehrer - bis zum Oberstudiendirektor am Staatlichen Knabenrealgymnasium Neunkirchen (1965) und später am Staatlichen Mannlich-Gymnasium in Homburg (1972).

Kopper hat u.a. in Lehrplan- und Richtlinien-Kommissionen mitgearbeitet, er erreichte den Einbau des Faches Leibesübungen in die Reifeprüfungsordnung, war Mitglied des Wissenschaftlichen Prüfungsamtes u.v.a. mehr. Seit 1948 hat er sich erfolgreich um den Aufbau des Universitätssports bemüht.

Seit der Gründung (1953) gehörte Alfons Kopper dem Stadtverband für Leibesübungen in Homburg an und wurde 1971 dessen Vorsitzender, seit 1964 war er Beigeordneter der Stadt Homburg für Jugend und Sport.

1962 übernahm er die Führung des LV Saar im Deutschen Sportlehrerverband, die er 20 Jahre lang bis 1982 erfolgreich und mit großem Einfluß gestaltet hat. In dieser Funktion war er auch Mitglied im Vorstand des Landessportverbandes für das Saarland. 1982 wurde Alfons Kopper Ehrenpräsident des DSLV Saar.

Alfons Kopper verstarb am 17. Februar 1999 im Alter von 85 Jahren.


Gerd Backes: Präsident 1983 - 1986

Gerd Backes wurde am 23.Dezember 1925 geboren.

Er studierte Sport an der Universität Marburg und war 1950-1983 Sportlehrer am Otto-Hahn-Gymnasium in Saarbrücken. Neben dem Schuldienst besuchte er das Abendgymnasium mit Abschluß Abitur. 1959-1964 folgte das Studium der Leibeserziehung und der Geographie in Saarbrücken.

In den Jahren 1957-1971 war er Lehrbeauftragter am Institut für Leibeserziehung der Universität des Saarlandes in den Fächern Schwimmen und Schulmethodik. 1967 erfolgte die Berufung in das Wissenschaftliche Prüfungsamt der Regierung des Saarlandes. 1979 verlieh ihm der Präsident des DSLV die Goldene Ehrennadel.

1983 wurde Gerd Backes in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.

Gerd Backes verstarb am 19.8.2009 in seinem 84. Lebensjahr.


Dr. Dieter Peper: Präsident 1987 - 2004

Dieter Peper wurde am 25. August 1934 in Niedersachsen als Sohn eines Volksschullehrers geboren.

Er studierte Germanistik, Sportwissenschaft und Pädagogik in Göttingen, Innsbruck und Freiburg, absolvierte seine Referendarausbildung im Saarland (Saarlouis und Saarbrücken) und war von 1962 bis 1999 am Sportwissenschaftlichen Institut der Universität des Saarlandes in der Sportlehrerausbildung tätig, zuletzt als Akademischer Direktor.

Er unterrichtete vorwiegend die Fächer Gerätturnen und Trampolinturnen, Skilaufen, Rudern u.a., über mehrere Jahre nahm er die Funktion des Fachleiters für Sportpädagogik wahr.

Nach einem Zweitstudium in Erziehungswissenschaft und Psychologie erfolgte 1980 die Promotion mit einer Arbeit zum Aggressionsverhalten im Sportunterricht. Mehr als 10 Jahre lang war er als Bundesjugendfachwart für Leichtathletik im Deutschen Turnerbund tätig.

Seit September 1999 ist Dieter Peper im Ruhestand.

Seit 2004 ist Dr. Peper Ehrenpräsident des DSLV-Saar.

2009 erhielt Dr. Peper die Ehrennadel in Gold des Deutschen Sportlehrerverbandes.


Univ.-Prof. Dr. Georg Wydra: Präsident 2004 bis heute

Georg Wydra wurde am 23.5.1953 in St. Wendel-Bubach geboren. Nach Volksschule in Bubach und Gymnasium in Neunkirchen - heute: Krebsberg - studierte er von 1974 - 1978 in Saarbrücken Sport mit dem Abschluss "Diplomsportlehrer".

Direkt nach dem Studium begann er seine berufliche Tätigkeit als Sporttherapeut in der Bosenberg Klinik in St. Wendel. Parallel zur beruflichen Tätigkeit abolvierte er in Heidelberg eine Aufbaustudium zum M. A. und promovierte dort 1986 bei Prof. Dr. Hermann Rieder. 1994 wurde er in Frankfurt unter Betreuung von Prof. Dr. Klaus Bös habilitiert.

Seit 1995 hat Georg Wydra am SWI in Saarbrücken die Professur für Sport- und Gesundheitspädagogik inne.


Alle Vorstände des DSLV Saar seit 1957: Excel-Datei